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18.06.2018

Counseling in Aktion Tag: Die Zukunft ist schon gegenwärtig

 „Die umwälzenden Veränderungen unserer Arbeits- und Lebenswelten machen die Notwendigkeit für Counselor - Pädagogisch-Therapeutische Berater  - deutlich, neue Beratungskompetenzen zu entwickeln“ führt Alexandra von Miquel, die zusammen mit Detlef Braun die Weiterbildungsakademie leitet, in ihrer Begrüßungsansprache aus.

Counseling umfasse ein sich vielfältig entwickelndes Feld von Beratung, Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung mit hohem Innovationsgehalt.

Die inhaltlichen Innvationen im Counseling stünden an diesem Tag im Vordergrund, wesentlich seien für das IHP und die John-Brinley-Akademie aber ebenso die Orte an denen Lernen stattfindet, wie Detlef Braun in seinen Begrüßungsworten anmerkt. So habe man über zwei Jahre im intensiven Austausch mit Haus Overbach eine langfristige Kooperation verabredet. Nach den ersten Gesprächen mit Herrn Lingen, zu der Zeit verantwortlich für Gymnasium, Tagungszentrum, Science College und Singschule und Pater Josef Költringer, Hausoberer des Salesianer-Klosters, später dann auch mit Herrn Andreas Schreib vom CJD Christliche Jugenddörfer und heute Geschäftsführer der Haus Overbach gGmbH, wurde schnell klar, dass Haus Overbach ein Ort sei, an dem Wissenschaft, Spiritualität und Kunst tagtäglich gelebt werde und sich gegenseitig inspiriere. "Und das passt also somit ziemlich perfekt zu unserer eigenen Philosophie im IHP und in der John Brinley Akademie!". Darüber hinaus werde das IHP mit Beginn des kommenden Jahres im Schloss-Gebäude von Haus Overbach eigene Büroräume zur Verfügung haben, die dann für Kursabwicklung und Begegnung genutzt werden.  

Seit über 45 Jahren ist das IHP und seine Weiterbildungsakademie, die John Brinley Akademie, in Nordrhein-Westfalen und weit über die Landesgrenzen hinaus aktiv in der Gestaltung und Durchführung von berufsbezogenen Weiterbildungen zu pädagogisch-therapeutischer Beratungskompetenz.

Im dialogischen Eröffnungsvortrag schildern Dr. Klaus Lumma und Dagmar Lumma als Gründer und Vorstandsmitglieder des IHP  die wichtigsten innovativen Etappen auf dem Weg der Institusgeschichte. Besonders das Jahr 2000 ist beiden Gründern im Gedächtnis: nach dem Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes mussten die pädagogisch-beratenden Angebote neu ausgerichtet und strukturiert werden. Damals, so erinnert sich Dagmar Lumma, habe sich das Institut entschieden, die Angebote zur pädagogisch-beratenden Beratungsmethodik mit dem Begriff Counseling zu benennen und hat damit einen wesentlichen Anstoß zur Entwicklung von Beratungswissenschaften, der praktischen berufsbezogenen Weiterbildung und der berufsständischen Vertretung gegeben.

Im Vortrag von Pater Josef Költringer wurden die aktuellen Bezüge der Spiritualtät des Salesianer Ordens deutlich. Pater Költringer, Rektor des Klosters Haus Overbach, zeigte die Essenz des Wirkens Franz von Sales auf: die konsequente Ausrichtung auf Ressourcen von Menschen und Situationen durch reflexive Phasen im Tagesverlauf. Költringer wies pointiert darauf hin, dass der  Bezug zur Endlichkeit menschlichen Lebens die Hinwendung zum Leben stärken solle: die Bewusstwerdung der eigenen Einzigartigkeit, die man an seiner jeweiligen Wirkungsstätte einbringen solle. Alexandra von Miquel gestaltete die Tagungsmoderation: im Plenumsgespräch wurde die deutliche Nähe der Ausführungen Költringers zu wesentlichen Grundaussagen der Humanistischen Psychologie als Wurzel des Counseling hervorgehoben.

Im Mittelpunkt dieser Tagesveranstaltung standen Workshops, die konkrete Einblicke und erlebbare Neuerungen in Innovationen im Counseling gezeigt haben: verbunden mit lebendigen Übungen  und Beispielen konnten die neuen Aspekte und Wrikungsfelder des Counseling ausprobiert werden. Counseling als Haltung in einer sich schnell verändernden, mit vielen Unsicherheiten einhergehenden Arbeitswelt; neue Kreativitätsansätze; Digitale Erweiterung des Counseling, waren Themen der Workshops ebenso wie Emotionale Intelligenz für das Management;  Transgenerationale Auswirkungen von Kriegs- und Fluchtfolgen und Werte- und Ressourcenarbeit in Teams und Organisationen.

Live-Musik von TangoYim lud ein zum Zuhören und Verweilen während der Mittagspause: das Duo Stefanie Hölzle und Daniel Marsch spielte auf mit Geige, Klarinette, Akkordeon und Gesang.  

Im abschließenden Plenumsgespräch mit dem Fokus „was trägt Zukunftsmusik in sich“ wurde deutlich, wie wichtig die Kompetenzen Empathie, Emotionale Intelligenz, Werte- und Ressourcenorientierung für die gesellschaftliche und arbeitsweltbezogene Entwicklung sind.  Counseling leiste schon heute in der Beratung und Weiterbildung von Beratungsprofis einen wesentlichen Beitrag dazu, so das Resumee der vielfältigen und lebendigen Tagung.

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