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09.09.2021

Blog-Beitrag von Dr.Klaus Lumma

Aufbau Kinderladen

Beim Start des IHP sammelten meine Frau Dagmar und ich erst Mal Erfahrungen mit der WESPE Eltern-Kind-Initiative, dem Workshop für Educreation und angewandte Sozial-Psychologie. Dabei ging es hauptsächlich um das Prinzip der Demokratischen Selbst-Regulierung und die Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Aspekte, wie ich es in England durch Summerhill, A.S. Neill und Paul Ritter kennengelernt hatte.

Educreation, Growth and Change, das war eines der ersten IHP Start Projekte: Sechs Kinder mit ihren Eltern waren unsere „Kundschaft“. Je eine Mutter oder Vater kamen eine Woche lang in die Goerdtstraße Nr. 7, wo wir das Erdgeschoss mit Ladenraum, linkem Eingangsraum und kleiner Küche direkt hinter dem großen Ladenraum zur Verfügung hatten. Es gab auch noch einen Hof, der vom Eingangsraum erreichbar war und noch einen Waschraum mit zwei neu installierten Toiletten.

Bei der gesamten Vorbereitung der Räumlichkeiten halfen uns unser beider Väter Peter Eiteneier und Robert Lumma, wofür ich ihnen noch heute sehr dankbar bin. Man stelle sich die Situation ganz genau vor: die Beiden wurden von jetzt auf gleich mit dem Prinzip der Selbstregulierung konfrontiert, und Beide waren direkt einverstanden damit. Es blieb mir lange Zeit unverständlich, dass sich zwei ausgewachsene Boxer direkt mit der Selbstregulierung anfreundeten. Es war einfach wunderbar und hat den Start des IHP leichter gemacht. Während die Beiden sich hinter dem rechten Hausflur, welcher den Treppenaufgang zu unserer Wohnung beinhaltete, mit Zement und großen Steinen und mit Trennwänden im hinteren Raum des Erdgeschosses beschäftigten, war meine Frau als Leiterin des „Kinderladens“ im großen Gruppenraum mit dem Umschreiben der pädagogischen Konzeption, den Einzelheiten für die tägliche pädagogische Praxis beschäftigt. Auch ich war beteiligt, indem ich die Formalitäten mit Jugendamt und Stadtverwaltung etc. klärte. Hierbei wurde das „etc.“ immer größer, weil wir eine Alternative waren, ähnlich wie zuvor schon Summerhill. Und Alternativen wurden von den Ämtern immer ganz genau geprüft. Zum Beispiel gab es seitens der Kinderladen-, sorry der Kindergarten-Aufsicht ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie weit auseinander die Kleiderhaken in der Garderobe, links neben dem Gruppenraum, an der Wand angebracht sein sollten.

Die Kindergarten-Aufsicht kümmerte sich ausschließlich um Äußerliches und gar nicht um die inhaltlich-konzeptionelle Ausrichtung, die ja mit englischen Worten das beschrieb, was wir bei Neill als Selbstregulierung im entwicklungspsychologischen Kontext kennengelernt hatten: Erziehung zu Kreativität, Wachstum und Veränderung, so lautete die Philosophie des Unternehmens auf Deutsch.

 

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